Test | Samsung N310 Netbook
04. August 2009 von der Steuermann
Endlich, nachdem ich einige Piraten hier im neuen Schiff gut bewirten konnte, haben die mir ein nagelneues Samsung N310 Netbook zugespielt, das ich wieder ausführlich testen durfte. Das Samsung N310 ist ein 10″ Netbook, das von den Spezifikationen (Intel Atom) nicht außergewöhnlich scheint. Die Farben und die Gehäusefertigung haben es jedoch in sich.
Spezifikationen
* 10,2″ mattes Display mit 1024 x 600 Pixel Auflösung
* Intel Atom N270 1,60 GHz Prozessor
* Intel 945GSE Chipsatz
* Intel GMA950
* 1 GB Arbeitsspeicher
* 160 GB Festplatte
* WLAN 54 Mbit, Bluetooth 2.0
* VGA, 3x USB 2.0, Card-Reader, Kopfhörer, Mikrofon
* 3-Zellen Akku mit 29 Wh
* Windows XP, MCAfee Security Center, mehrere Samsung Tools
* 450 EUR Straßenpreis
Verarbeitung
Huch… mein erster Gedanke als ich das Samsung N310 auspacke… Mensch ist das N310 grell und knallig türkis… doch die so genannte Soft-Grip Oberfläche fühlt sich wirklich gut an, auch das eingeprägte SAMSUNG Logo macht viel her. Wenn man auffallen möchte, ist man mit dem Samsung N310 sicherlich gut bedient. Das habe ich auch an meiner Crew gemerkt, die mir nun ziemlich Respekt erweist. Allerdings merke ich auch, wie sehr ihre Augen beim bloßen Anblick des Samsung N310 funkeln. Doch so schnell lässt sich ein Käptn seine Beute nicht wegnehmen. Das hat auch unser Jean Baptiste gemerkt, als ich ihm das gute Stück um die Ohren hauen musste. Interessant war, dass das Samsung N310 danach keine Beule hatte, die Oberfläche ist sehr stabil und erinnert mich an Produkten für den militärischen Einsatz. Es ist also ideal für ein Piratenschiff und gegen Kratzer besonders resistent, selbst mein Piratenhaken konnte den Lack nicht wirklich beschädigen. Da kann kein anderes Netbook mit Glanzoberfläche mithalten. Für die seriösen Käufer unter uns: keine Sorge, das Samsung N310 Netbook mit seinen ruggedized Eigenschaften gibt es auch in der einheitlichen Farbe schwarz. Wer also nicht so auffallen möchte aber dennoch ein stabiles Produkt benötigt, muss darauf nicht verzichten. Ein kleines Manko fiel mir aber dann doch noch auf. Der Bildschirm selbst ist recht schwer und die Scharniere nicht fest genug, sodass bei unsanfter Bewegung das Display nach hinten klappt.
Bewertung ■■■■■
Anschlüsse
Wie bei den meisten Netbooks sind die Anschlüsse auch im Samsung N310 ziemlich mager gehalten. Hier findet man nur Standardkost, die nicht einem Piratenleben gerecht wird. Aber was soll man denn machen, wenn das bei fast allen Produkten so ist. Der Samsung N310 bietet 3 USB Ports, einen Netzwerkanschluss hinter einer Abschlusskappe, Kopfhörer und Mikrofon-Eingang, einen Card-Reader sowie einen analogen VGA Videoausgang.
Bewertung ■■■□□
Eingabegeräte
Samsung hat im Netbook N310 nicht mehr die sehr ergonomische Tastatur der Modelle NC10 und NC20 integriert. Stattdessen wird das neue Tastaturlayout verwendet, das viele von den Apple MacBooks kennen dürften. Der Tastenraster entspricht mit 17,6 mm dem des NC10, und auch wenn man sich wegen dieses Layouts mit einzeln ausgeschnittenen Tasten weniger vertippt, fand ich die Tastatur vom NC10 doch eine Spur besser. Die antibakterielle Beschichtung mit Silberionen (Nanopartikel) trägt täglich zur Hygiene im Arbeitumfeld bei. Das Touchpad ist größer als das im NC10 und bietet wieder die Multi-Touch Funktion für Hinein- und Hinauszoomen, zum Scrollen sind entsprechende Bereiche an den Seiten reserviert.
Bewertung ■■■■□
Leistung
Das Samsung N310 Netbook ist noch nicht mit dem neuen Intel Atom N280 Prozessor ausgestattet und verliert mit den Atom N270 wegen des etwas niedrigeren Taktes und FSB Leistung gegenüber den anderen neuen Netbooks. Die integrierte Intel GMA 950 Grafikeinheit ist auch weniger zum Spielen gedacht, kann aber das ein oder andere alte 3D-Game noch betreiben. Bei HD-Videos hat das Samsung N310 jedoch gestreikt, selbst das 720p Video konnte nicht flüssig abgespielt werden. Warum, konnte ich detailliert nicht herausfinden, ich vermute dass Leistungsabfall durch das ausgeklügelten Powermanagment verursacht wird.
Passmark PerfTest 7 | 247 Passmarks
SuperPi 8M | 16m 19s
CineBench | 544, 832 CB-CPU, 275 CB-GFX
3DMark05 | 741 3DMarks
3DMark06 | 89 3DMarks
Bewertung ■■■□□
Ausstattung
Samsung hat dem N310 eine hauseigene 160 GB Festplatte und 1 GB RAM gespendet. Nur der Speicher ist zugänglich und kann auf maximal 2 GB aufgerüstet werden. Ein WLAN Modul mit 54 Mbit ist vorhanden, ebenfalls Bleutooth 2.0+EDR. Der Akku ist mit 29 Wh ziemlich klein und auch schmal gebaut, erreicht aber erstaunliche Messwerte (mehr im Kapitel Akkulaufzeit).
Bewertung ■■■■□
Bildschirm
Der 10″ Bildschirm mit 1024 x 600 Pixel des Samsung N310 soll laut Herstellerangaben 200 cd/m² erzielen. Messen konnte ich maximal 170 Lux, durchschnittlich waren es aber 150 bis 160 Lux. Damit liegt das N310 etwas unter den Werten anderer Produkte. Im Freien kann man den Inhalt gerade noch erkennen wenn die Sonne strahlt, doch hier stören einfach die starken Spiegelungen des Glare-Type Displays. Dafür ist die Farbwiedergabe gut und kräftig, Farbverläufe werden sehr sauber dargestellt.
Bewertung ■■■■□
Akkulaufzeit
Das Samsung N310 Netbook verfügt nur über einen kleinen 3-Zellen Akku mit 29 Wh Kapazität. Das ist wenig im Vergleich zum Samsung NC10 oder dem NC20, die mit einem 6-Zellen Akku und doppelter Kapazität daherkommen. Also würde Jeder meinen, das Samsung N310 ist ein Kurzläufer dem höchstens nach 3 Stunden die Puste ausgeht. Nicht so, denn Samsung hat beim N310 das Powermanagment so optimiert, dass das Netbook z.B. im Leerlauf gerade 5 Watt Strom verbraucht und somit die 6 Stunden Grenze knackt. Mit aktiviertem WLAN sind es fast 4,5 Stunden, Videos mit über 3 Stunden Länge kann es auch noch locker wiedergeben, ehe dem N310 der Saft ausgeht. Dies ist eine ziemlich gute Leistung, finde ich.
Bewertung ■■■■□
Lautstärke
Samsung hat das Kühlsystem so feinjustiert, dass man den Lüfter kaum wahrnimmt, selbst unter Volllast. Es wäre wirklich schön, wenn auch die anderen Hersteller diesem Beispiel folgen würden.
Bewertung ■■■■■
Lieferumfang
Samsung hat auf Schnick-Schnack-Software verzichtet (Microsoft Office Trial, Works usw.), weshalb das vorinstallierte Windows XP mit knapp 25 Sekunden rasant schnell startet. Samsung hat zudem einige Update und Recovery-Tools installiert, die wirklich sehr gut und intuitiv sind. Eine Recovery-DVD wird aber auch mitgeliefert. Eine Schutzuhülle wäre cool, ist aber nicht nötig da die Oberfläche vom Samsung N310 sehr kratzfest ist.
Bewertung ■■■□□
Fazit
Das Samsung N310 Netbook hat bei mir einen schweren Eindruck hinterlassen. Zwar war ich Anfangs weniger von der grell türkisen Farbe begeistert, doch mit der Zeit hat es mir und meiner Crew immer besser gefallen. Die Soft-Grip Oberfläche hat es einfach in sich und dass es auch noch so kratzfest und stabil gebaut ist, sind Pluspunkte bei der Wertung. Schade dass in Europa nicht die pinke und rote Version erscheinen soll, wer seriös sein will, greift besser zum schwarzen Modell. Etwas enttäuscht bin ich über die Anschlüsse und dass nur der alte Atom Prozessor eingesetzt wird. Bei einem Preis von 450 EUR sollte man sich schon Up-To-Date Technik erwarten können. Dagegen war ich wirklich erstaunt, welche Laufzeit das Samsung N310 trotz kleinem 3-Zellen Akku schafft. Würden dies alle Hersteller so umsetzen, hätten wir keine Netbooks mehr, denen schon nach 2 bis 3 Stunden die Luft ausgeht. Stellt Euch doch mal vor, ein Samsung N310 Modell mit Hochleistungsakku dass die 12 Stunden Marke knackt. Das wäre auch was. Gut gelöst ist auch die Lautstärke, denn der Lüfter ist kaum zu höhren. Insgesamt finde ich das Samsung N310 ein sehr empfehlenswertes Produkt, das aber mit 450 EUR deutlich mehr als die Konkurrenzprodukte kostet.
Pro
+ witziges Design mit greller türkiser Farbe, seröse Variante in schwarz erhältlich
+ stabile und kratzfeste Oberfläche
+ leise
+ gute Akkulaufzeit von bis zu 6 Stunden trotz kleinem 3-Zellen Akku
+ gutes Display mit schöner Farbwiedergabe
+ schneller Windows Start
Kontra
- veralteter Atom N270 Prozessor
- Standardanschlüsse und Standardausstattung
- teuer
Gesamtwertung
■■■■□ 4 MiniPirat Points (Note sehr gut)
Aye aye, der Steuermann
Bildquelle | Samsung N310 Netbook (MiniTechNet Test)
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Tags: Atom, Intel, N270, N310, Netbook, ruggedized, Samsung, Test, Testbericht


















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